Die Blätter fallen, der Nebel legt sich über Feld und Wiese und in andächtiger Stimmung bläst das Jadghorn zum “Halali”.  Zugegeben, ganz so urig enstand unser heutiges Gericht nicht….vielmehr fing alles mit dem Gang zu unserer Ettlinger Hausmetzgerei Stumpf an. Ratlos blickten wir auf das uns dargebotene Angebot bis wir schließlich die frische Hirschkeule entdeckten. Euphorisch kauften wir diese sofort um zu Hause ernüchternd festzustellen, dass wir keine Ahnung haben was wir damit tun sollen! Da wir alle aber mal wieder Lust auf ein paniertes Schnitzel hatten, dachten wir: “Warum eigentlich nicht?!” Und so entstanden sie – unsere kleinen Hirschschnitzel!

In diesem Sinne – Waidmannsheil! Und lasst es euch schmecken!!

 

 

Die Panade unserer Hirschschnitzel besteht übrigens nicht aus traditionellen Paniermehl. Wir haben uns dafür entschieden sogenanntes Panko Mehl zu benutzen. Für diejenigen unter euch die Panko noch nicht kennen, es handelt sich dabei um ein japanisches Paniermehl aus Weißbrot. Die Panade wird dadurch besonders knusprig. Wie bei den meisten Lebensmitteln gibt es auch hier die unterschiedlichsten Hersteller. Unserer Meinung nach ist das Panko Mehl der Marke Lobo momentan das beste (siehe Foto oben rechts).  Falls ihr kein Panko Mehl bekommt, könnt ihr alternativ auch grob gemixtes Toastbrot verwenden, bei welchem ihr vorher aber die Rinde abschneiden solltet.

 

Zutaten (für 2 Personen):

für die Hirschschnitzel:
  • 350 g Hirschkeule (Oberschale oder Hüfte)
  • 1 Glas Wildpreiselbeeren
  • 1 Ei
  • 1 Packung Panko Mehl (bekommt man im Asialäden, in gut sortierten Supermärkten oder im Internet)
  • 50 g Mehl
  • 1 Zitrone
  • 50 g Butterschmalz
  • Salz
  • Pfeffer

 

für die Bratkartoffeln:
  •  500 g Kartoffeln
  • 5 Schalotten
  • 1 kleiner Bund Petersilie
  • etwas Butterschmalz
  • Salz
  • Pfeffer

Bratkartoffeln

 

 

 

Die Hirschoberschale  entweder vom Metzger auf  etwa 1 cm dicke Schnitzel zuschneiden lassen oder wenn ein eigenes scharfes Messer vorhanden ist,  natürlich auch selbst auf die gewünschte Stärke zuschneiden. Danach die Schnitzel flach klopfen, dies geht am besten entweder mit einem Fleischhammer, oder aber auch mit einer kleinen Pfanne. Am einfachsten ist es, das Fleisch zwischen Frischhaltefolie zu legen, damit es eine gleichmäßige Form bekommt und nichts kleben bleibt.

 

 

Als nächstes die plattierten Schnitzel mit Salz und Pfeffer würzen. Das Ei aufschlagen und in einen tiefen Teller geben.

 

 

Jetzt das Ei mit einer Gabel verquirlen und je einen weiteren Teller mit Mehl und Panko füllen. Fertig ist die “Panierstraße”. Zu beachten ist hier nur die Reihenfolge: 1.) Mehl; 2.)  Ei; 3.) Paniermehl.

 

 

Nun kann mit dem panieren begonnen werden. Hierzu das Schnitzel zuerst in Mehl wenden, dann durch das Eigelb ziehen und schließlich im Panko-Mehl wenden. Dabei nicht zu fest drücken, damit die Panade später schön luftig bleibt.

Eine Pfanne erhitzen und Butterschmalz hineingeben. An dieser Stelle nicht zu sparsam mit dem Butterschmalz sein,  die Schnitzel müssen  im Butterschmalz “schwimmen”, damit sie schön goldbraun und knusprig werden. Die Schnitzel hineingeben und kurz von jeder Seite anbraten. Jetzt noch, wenn gewünscht mit einer Zitronenscheibe und Preiselbeeren garnieren und dann wünschen wir euch einen Guten Appetit!!