Vor ein paar Wochen erreichte mich ein ganz besonderes Paket, welches ich schon sehnsüchtig erwartet hatte. Katja von der Kräuter-Gärtnerei Syringa (www.syringa-pflanzen.de) hat mir ihr Lieblingskraut geschickt: Die Agastache mexicana – von der ich zugegebenermaßen vorher noch nie gehört hatte! Umso gespannter war ich, als ich sie endlich auspacken und sogleich ein Blättchen probieren konnte. Der Geschmack ist wunderbar – frisch, zitronig aber auch mit einer gewissen Süße. Mein erster Gedanke ging in Richtung Zitronenmelisse, aber eigentlich ist es viel mehr! Ich assoziiere die Agastache mexicana mit einem leichten Zitronenbonbon, welches an einem heißen Sommertag so herrlich erfrischend wirkt.

Tagelang habe ich hin und her überlegt was ich mit diesem Kraut anstellen könnte. Es passt sicherlich wunderbar zu asiatischen Gerichten (vor allem in Verbindung mit Kokosnuss), zu einer leichten Panna Cotta oder auch zu Fisch. Aber meine Wahl fiel auf ein anderes Rezept. Als ich vor einer Weile meine Mama besuchte, kam sie auf einmal mit einem uralten Rezept in der Hand und meinte: “Das wäre doch mal was für Deinen Blog!”.(Kurze Anmerkung: Ich habe mich darüber tierisch gefreut und hoffe ich bekomme noch viele weitere Rezepte aus deiner Schatzkiste Mama :) )

Ich schaute kurz über das Rezept und war sofort begeistert:  Apfelkuchen mit Lavendelblüten. Das Rezept ist recht einfach und schnell zubereitet und somit auch für spontane Besuche – getreu dem Motto: Hätt’ ich Dich heut erwartet…– bestens geeignet. Das zitronig-süße Aroma der Agastache mexicana passt hervorragend zum leicht herben Lavendelgeschmack und der Säure der Äpfel!

Wenn ihr mehr über die Agastache erfahren wollt, schaut doch mal auf den Blog von syringa, aber auf jeden Fall solltet ihr mal die Website der Kräuter-Gärtnerei Syringa besuchen! Dort findet ihr allerlei besondere Kräuter, wie z.B. Orangenthymian, Austernpflanze oder die Gummibärchenblume! Ich werde es mir auf jeden Fall nicht nehmen lassen und beim nächsten Bodensee-Besuch einen kleinen Ausflug in die Gärtnerei wagen.

Vielen Dank nochmals an Katja für die Kräuter und an meine Mama für das wundervolle Rezept!

Herzlichst

Eure Judith

 

Apfelkuchen1

Zutaten:
  • 1 Blätterteig
  • 4-5 leicht säuerliche Äpfel (z.B. Sorte Boskop)
  • Saft einer halben Zitrone
  • 1 Becher Creme Fraiche (150 g)
  • 1 Ei
  • 2 EL Zucker
  • 1 Päckchen Vanille Zucker
  • 2 TL Lavendelblüten
  • 4-5 Stengel Agastache mexicana (Anm.: Die Blätter der Pflanze)
  • etwas Mehl für die Arbeitsfläche
  • etwas Butter zum einfetten der Tarteform

 

Apfelkuchen2

 

Zubereitung:

Die Äpfel abwaschen, schälen und mit einem Apfelstecher das Kerngehäuse ausstechen. Äpfel in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden und mit etwas Zitronensaft beträufeln (Anmerkung: Außer, dass die Äpfel einen leichten zitronigen Geschmack erhalten, verhindert die Säure das sich diese bräunlich verfärben).

Lavendelblüten zupfen. Die Blätter der Agastache zupfen und in Streifen schneiden.

 

Apfelkuchen4

 

Im nächsten Schritt den Blätterteig auf der bemehlten Arbeitsfläche ausbreiten, zu einer runden Platte ausrollen und ein paar Minuten ruhen lassen (Anmerkung: Gekaufter Blätterteig hat oft eine rechteckige Form. Da wir hier mit einer Tarteform backen, den Teig einfach nochmal verkneten und erneut ausrollen.)

Creme Fraiche, Ei, Zucker, Vanillezucker, Lavendelblüten sowie Agastache in eine Schüssel geben uns alles gut miteinander verrühren.

Backofen auf etwa 200 °C vorheizen.

 

Apfelkuchen5

 

Die Tarteform großzügig mit Butter einfetten. Teigplatte hineinlegen und leicht andrücken. Teigboden mit einer Gabel mehrfach einstechen, stark überlappende Teigränder entfernen.

Nun die Apfelscheiben auf dem Teig verteilen. Creme Fraiche-Ei-Masse gleichmäßig darauf verteilen.

 

Apfelkuchen6

 

Den Kuchen im vorgeheizten Backofen für etwa 30-35 Minuten backen, bis er goldbraun ist. Etwas abkühlen lassen, vorsichtig aus der Form lösen und genießen.

Bon appetit!

 

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